Kooperationen zwischen beruflichen und allgemein bildenden Schulen ab Klassenstufe 7
Eine berufliche Schule übernimmt die Projektleitung bei einem Schülerprojekt mit einer allgemein bildenden Schule und mindestens einem weiteren Partner (Hochschule, Betrieb, Gemeindewesen).
Diese Projekte bieten eine besondere Möglichkeit der Zusammenarbeit von allgemein bildenden und beruflichen Schulen. Konkrete eigene Erfahrungen und Eindrücke aus der Praxis bilden die Grundlage für eine umfassende Berufliche Orientierung für die Schülerinnen und Schüler. Beide Schulen profitieren durch Einblicke in die Arbeit der jeweils anderen Schule.
Weitere Informationen
Bewerbungen sind bis 15.04.2026 hier möglich.
Bewerben könne sich alle beruflichen Schulen in Baden-Württemberg. Bei Rückfragen oder Beratungswünschen wenden Sie sich bitte direkt an Ihre KooBO-Ansprechperson.
Rahmenbedingungen
- Ein ganzes Projekt umfasst 2 Anrechnungsstunden. Dieses entspricht 70 Unterrichtsstunden BO für Schülerinnen und Schüler.
- Ein halbes Projekt umfasst 1 Anrechnungsstunde. Dieses entspricht 35 Unterrichtsstunden BO für Schülerinnen und Schüler.
- Die Projekte können in flexibler Form stattfinden, d.h. en bloc, also eine ganze Woche (bzw. mehrere einzelne Wochen), wöchentlich, monatlich oder in einer Kombination der angegebenen Möglichkeiten.
- An einem Projekt, also 70 Unterrichtsstunden BO für Schülerinnen und Schüler, kann 1 Klasse/Gruppe teilnehmen. Es können aber auch bis zu drei Klassen/Gruppen pro Schuljahr teilnehmen (mindestens aber 23 Unterrichtsstunden BO pro Klasse/ Gruppe).
- Es werden maximal 2 Projekte an eine berufliche Schule vergeben werden (um möglichst vielen Schulen die Teilnahme zu ermöglichen).
- Schülergruppen dürfen die Anzahl von 15 nur begründet (z.B. Werkstattplätze) unterschreiten.
- Die Anrechnungsstunden werden den durchführenden Lehrkräften an der Beruflichen Schule zugewiesen.
- Alle Lehrkräfte erstellen einen Projektbericht (= Tätigkeitsnachweis).
Finanzierung von Fahrt- und Sachkosten
Sach- und Fahrtkosten können nicht erstattet werden und sind Angelegenheit der miteinander kooperierenden Schulen.
Auswahlkriterien
- Ein vollständig ausgefülltes Anmeldeformular ist fristgerecht über OFT eingegangen (von der Schulleitung genehmigt).
- Die Projektbeschreibung macht den Praxisanteil (Projektcharakter) deutlich (z.B. Produktentwicklung, Produktherstellung). Der Praxisanteil liegt über dem Anteil der theoretischen Inhalte.
- Der Einbezug von Kooperationspartnern ist eingeplant (z.B. Unternehmenserkundung, Zusammenarbeit mit einem Unternehmen (3D-Druck einer Projektidee), Einladung der AusbildungsbotschafterInnen, Einbezug der Auszubildenden an der Berufsschule, Einladung von Externen (z.B. HandwerkerInnen zur Schulhofgestaltung, MarketingspezialistInnen für eine Verkaufsaktion eines hergestellten Produkts).
- Die Schulen ermöglichen das praktische Kennenlernen von verschiedenen Berufsfeldern (Planung, Entwicklung, Handwerk, Labor etc.). Der Bezug zu Berufen/Ausbildungen ist vorhanden und hinreichend dargestellt.
- Bei einer Übernachfrage wird max. 1 Projekt je Schule genehmigt.
- Bei gleichwertigen Projektideen erhalten Pflegeschulen und Hauswirtschaftliche Schulen den Vorzug.
Regionalstelle Stuttgart: Jan.Hager@zsl-rss.de
Regionalstelle Freiburg: vivian.conrad@zsl-rsfr.de
Regionalstelle Tübingen: sascha.beck@zsl-rstue.de
Regionalstelle Karlsruhe: andrea.nemeth@zsl-rska.de
Regionalstelle Mannheim: andrea.nemeth@zsl-rska.de
Regionalstelle Schwäbisch Gmünd: frank.keller@zsl-rsgd.de
Projektkoordination am Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung:
Ute.Kirschbaum@zsl.kv.bwl.de
Stimmen von SchülerInnen
„Super, mit den Azubis von Busch zu reden und Versuche mit Vakuum zu machen.“
„Am besten hat mir der Ausflug ins Technorama gefallen. Normalerweise wäre ich nie dorthin gegangen.“
„Das praktische Arbeiten in der Werkstatt war eine tolle Abwechslung zum normalen Unterricht.“
Stimmen von Lehrkräften
„Die Schülerinnen und Schüler bekommen einen guten Einblick in die praktische Arbeit in den Metallberufen. (…)“
„Besonders spannend war der Ausflug ins Technorama mit der ganzen Gruppe, es war schön zu sehen, wie sehr sich die Schülerinnen und Schüler spielerisch für Technik und Naturwissenschaften interessieren. Später auch im Chemie-Labor, die Schülerinnen und Schüler waren immer bei der Sache und forschend unterwegs.“
„Das KooBO-Projekt ist eine realistische Abbildung der dualen Ausbildung. KooBO-Schülerinnen und Schüler erhalten ein Gefühl dafür, was sie z.B. bei einer Ausbildung zum Mechatroniker erwartet.“
Impressionen